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Das Katholische Senioren-Forum Aschaffenburg-Stadt besucht das Weihnachtsdorf Waldbreitbach

Adventsfahrt 2016

41 Personen bestiegen am Dienstag, 29. November 2016, am Hauptbahnhof in Aschaffenburg erwartungsvoll den Bus, um zur diesjährigen Adventsfahrt des Katholischen Senioren-Forums Aschaffenburg-Stadt zu starten.

Über die Autobahn führte der Weg zunächst zur Stadt, bei der die Mosel in den Rhein mündet, nach Koblenz. In zwei Gruppen wurde unter Anleitung ortkundiger Guids eine der ältesten Städte Deutschlands erkundet. Vom Deutschen Eck mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit Blick auf die Festung Ehrenbreitstein führte der Weg über die Basilika St. Kastor durch die historische Altstadt bis zur Liebfrauenkirche. Natürlich blieb auch Zeit, über den Weihnachtsmarkt am Jesuitenplatz zu schlendern und die köstlichen Düfte von gebrannten Mandeln und Lebkuchen einzuatmen oder sich mit einem Glühwein aufzuwärmen. Am späten Nachmittag erwartete der Wirt des Vital Balance Hotels in Waldbreitbach uns als Gäste.

Der zweite Tag der Adventsfahrt begann nach dem Frühstück mit einer adventlichen Messfeier in der Mutterhauskirche der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Die Ansprache gab drei Hinweise, dass der ankommende Herr sich bei uns wohlfühlen kann: 1. Die innere Wohnung aufräumen. 2. Türen öffnen für den Mitmenschen 3. Zeit haben für Gott und füreinander. Anschließend stellte die 80-jährige Schwester Remedia das Leben und Wirken der seligen Ordensgründerin Mutter Rosa Flesch vor. An ihrem Grab in der Mutterhauskirche verweilte danach mancher in stillem Gebet.
Waldbreitbach liegt im Herzen des romantischen Wiedtales und ist als das Weihnachtsdorf im Westerwald bekannt. Die Erkundung dieses Ortes war dem Nachmittag vorbehalten. In der Pfarrkirche ist die größte Naturwurzelkrippe der Welt zu bestaunen, die jedes Jahr von zehn Krippenbauern aus 1000 Wurzelstöcken zusammengesetzt wird. An jedem Adventssonntag zeigt sie eine neue Szene aus dem Weihnachtsgeschehen. Seit dem 1. Adventssonntag wird die Verkündigung des Engels an Maria dargestellt.
Über Waldbreitbach leuchtet abends aus dem Wald ein übergroßer Lichterstern als „Stern von Bethlehem“. Auf dem Flüsschen Wied schwimmt ein Adventskranz mit acht Meter Durchmesser, dessen Lichter sich im Wasser spiegeln. Den Aufgang zur Kirche zieren mannsgroße Nussknacker aus dem Erzgebirge. An einem Adventskalender, der die ganze Hauswand eines alten Fachwerkhauses einnimmt, wird jeden Tag ein neue Türe geöffnet, und nicht weit entfernt erfreut ein Glockenspiel mit über 50 Melodien. Neben dem Aufgang zur Pfarrkirche dreht eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide ihre Kreise. In vielen Schaufenstern und Gärten haben Bewohner Weihnachtskrippen aufgebaut, die bei einem Rundgang zu bestaunen sind. Neben unserem Hotel hat der Seniorchef, Krippenbaumeister Gustel Hertling, in einem Museum 2400 Krippendarstellungen aus aller Welt gesammelt. Es gab für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Adventsfahrt bei ihren Rundgängen also viel zu entdecken. Am Abend dieses Tages unterhielt eine Sängerin die Seniorinnen und Senioren mit weihnachtlichen Weisen aus Europa und Amerika.

Der dritte Tag führte zur Benediktinerabtei Maria Laach in die Eifel. Ein Kurzfilm gab einen guten Einblick in das klösterliche Leben der Mönche und stellte die sechstürmige Basilika als Herzstück der Klosteranlage vor, die als eines der schönsten romanischen Baudenkmäler Deutschlands gilt. Besonders die „Haarraufer“ und „das Laacher Teufelchen“ am Eingang des Paradieses weckten das Interesse. Das Mittagsgebet der Mönche, an dem wir teilnahmen, gab uns einen Einblick in die Schönheit des altehrwürdigen gregorianischen Gesangs. Danach war genügend Zeit, durch die Klostergärtnerei mit phantasievollen adventlichen Gestecken zu bummeln, in der Klosterbuchhandlung nach einem Weihnachtsgeschenk zu suchen, in einer Ausstellung Skulpturen der klösterlichen Kundstschmiede zu bestaunen, sich in der Klostergaststätte zu stärken oder auch einen Spaziergang entlang des Laacher Sees zu unternehmen. Der Abend dieses Tages gehörte einer Veranstaltung des Mentalisten, Magiers und Entertainers Jan Forster, der im Hotel sein Programm „Mit allen Sinnen Reloadet!“ zusammen mit einem 4-Gänge-Menu präsentierte.

Am vierten Tag hieß es, Abschiednehmen von Weihnachtsdorf Waldbreitbach. Heute war der Himmel verhangen und Nieselregen begleitete uns bei einer historischen Stadtführung durch Andernach. Von der Rheinzollbastion führte der Rundgang über das Koblenzer Tor und die Burgruine vorbei an der alten Franziskanerkirche durch das historische Andernach bis zum Runden Turm und zum Mariendom, der um das Jahr 1200 erbauten romanischen Basilika. Im Andernacher Weihnachtsdorf beeindruckte die „Lebende Krippe“ mit Ochs und Esel und Schafen die Besucher.
Müde, aber angefüllt mit vielen neuen Eindrücken erreichten wir am Abend wieder unsere Heimat.

Der Dank gilt der Dekanatsvorsitzenden Tilly Krebs, die wieder eine erlebnisreiche Adventsfahrt vorbereitet hatte.